
Raasch, 68 x 69
The Generation Gap & Trap,
Acryl auf Leinwand, 80 x 120 cm,
2009

Raasch, Macht & Spiel,
Acryl auf Leinwand, 140 x 80 cm,
2010

Raasch, Helix-Bibliothek,
Acryl auf Glasfaser, 53 x 76 cm,
2009

Geberzahn, Kommunikation I,
Acryl auf Leinwand, 2009,
100 x 100 cm

Blumen und Unterwäsche,
Acryl auf Leinwand, 2009,
120 x 80cm

Geberzahn, Der Wächter,
Acryl auf Leinwand, 2009,
120 x 80 cm
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Stefan Raasch & W. O. Geberzahn
"RaumZeitFallen. NaUnd?"
Vernissage: Dienstag 4. Oktober 2011, 19h & Ausstellung: 3. - 22. Oktober 2011
Fotodokumentation 
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Künstlerportaits als Film  |
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Stefan Raasch (D)
Biografie des Wahnsinns: Geboren 1970 in Mannheim. Jurastudium. Kunststudium. Jobs als Werbetexter, Eventmanager, Head Hunter, Fernfahrer. Seit 2007 hauptberuflich freischaffender Kunstmaler.
Ausstellungen in New York, Las Vegas, Italien, Deutschland.
Der Maler ist aber mehr als ein Nurfragender,
er ist ein alchimistischer Gourmetkoch!
Er hat ein Grundrezept im Kopf, das er lange
vorbereitet, einlegt, wendet, wäscht, würzt und wieder einlegt.
Dann in einer ersten Kreation zubereitet.
Das Ergebnis prüft, abwägt, bewertet, verwirft oder verfeinert.
Daran tüftelt, pinselt, tröpfelt, streichelt und damit streitet,
bis am Ende das Perfekte Menü für die Augen daraus bereitet ist.
Der Maler ist ein Alchimist der Farben und Formen –
und wie jeder Alchimist ist er ein Verführer der Sinne.
Weil aber ein jeder Sinn
einer Direktverbindung zur Seele gleicht,
so besteht die wahre Natur des Malers darin:
Verführer zu sein Eurer Seele!
Das Wesen der Gegenwartskunst liegt darum nicht in der perfekten Abbildung.
Denn die eine Idee, so ideal ausgeführt, ergibt nicht selten,
dass über den Formenfetisch der Inhalt vernachlässigt,
der geistige Gehalt gegen null tendiert.
Gefragt dagegen in Zeiten des medialen Bilderrausches ist:
das Inferno
Die Brunst der ineinander verwobenen Ideenfeuerwerke!
Der Künstler bediene sich der heutigen Seh- und Denkgewohnheiten,
führe sie fort, verschärfe sie und überführe sie
augenzwinkernd.
Und so ruft der Alchimist im Malerkittel:
Folgt mir ins Feuer der Farben, wenn Ihr mir folgen könnt!
RAA
Zu Heidelberg anno 2010
mehr http://www.raa-pop-art.de
W. Otto Geberzahn (D),
Jahrgang 1947, studierte Architektur an der Universität Karlsruhe und beschäftigt sich seit der Kindheit mit Malerei. Nach Jahren im Bauwesen Auseinandersetzung mit Architektur, Design und Kommunikation, Chefredakteur diverser Designzeitschriften, Büro für Kommunikation seit 1992. Viele Publikationen in Zeitschriften, Büchern und Internet. Mitglied im Deutschen Werkbund und im DJV. Künstlerischer Autodidakt, Einzelausstellungen und Beteiligungen an Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Geberzahn zeigt, dass die von vielen Menschen gewünschte Eindeutigkeit nicht existiert. Alles ist immer von etwas anderem überlagert, alles kann immer auch anders sein. Das Projekt der Moderne, das seine Blüte in der Kunst des Bauhauses erlebte, war ausgerichtet auf Orientierung und Klarheit. Die Wahrnehmungen und die Geschehnisse unseres Lebens sind jedoch niemals nur so, sondern immer auch anders möglich, in der Realität wie in der Erinnerung. Das nennen wir Kontingenz. Deshalb taucht in Geberzahns Bilder immer wieder die Technik der Übermalung auf. Es sind Schichten des Seins, die sich überschneiden, verdecken, offen sind und dabei das Vorhergehende verdecken oder freilassen, die manchmal transparent sind, aber durch die Überlagerung neue Formen, Strukturen und Beziehungen ergeben, neue (Bild-) Welten entstehen. Wichtig sind auch die Bildtitel, oft beißend ironisch, manchmal hintergründig oder witzig.
Technisch und formal ergeben sich mehrere sich überschneidende Bildkategorien: Die oft mit lasierenden und oder auch pastosen Acrylfarben in vielen Schichten komponierten, teils gegenständlich und teilweise abstrakt arrangierten Bildinhalte eröffnen den Blick auf bisher ungesehene Zusammenhänge. Die abstrakten, pastos mit der Maurerkelle (!) gemalten Bilder zeigen vibrierende Farbkompositionen, basierend auf einem speziellen emotionalen Erleben. In allen Bildern geht es Geberzahn darum, eine Verbindung von natürlichen, technischen, digitalen und subjektiv- emotionalen Elementen zu einer neuen Bildwelt zu komponieren.
W.O.Geberzahn, im Dezember 2010 |